Treppenlift: individuelle Voraussetzungen

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Individuelle Voraussetzungen für einen Treppenlift

Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder einer Behinderung nicht mehr fähig sind, aus eigener Kraft eine Treppe herauf- oder herabzusteigen, können von einem Treppenlift profitieren und sich damit einen Umzug in eine andere Wohnung ersparen. Treppenlifte sind dabei so gestaltet, dass sie auch von Menschen mit stark eingeschränkter Mobilität selbständig oder mit Hilfestellung genutzt und bedient werden können. Diese Mobilitätshilfe ermöglicht es, länger ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben in der vertrauten Wohnumgebung zu führen.

Treppenlift © Ingo Bartussek, fotolia.com
Treppenlift © Ingo Bartussek, fotolia.com

Ob ein Treppenlift tatsächlich eine mögliche Alternative darstellt, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Neben baulichen und rechtlichen Rahmenbedingungen müssen auch die persönlichen Voraussetzungen gegeben sein. Ein wesentliches Kriterium ist dabei das Körpergewicht des Passagiers, denn das Gewicht muss ja durch den Treppenliftantrieb bewegt und von den anderen Elementen der Konstruktion getragen werden.

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Eine Frage der Schwere

Handelsübliche Sitzlifte haben eine Tragfähigkeit von etwa 150 bis 160 kg (max 200kg). Wer weniger wiegt, braucht sich also keine Gedanken zu machen. Wer hingegen ein höheres Gewicht auf die Waage bringt, muss meist auf ein anderes Modell ausweichen. Statt eines Sitzlifts ist dann etwa ein Plattformlift die bessere Wahl. Zwar sind Plattformlifte in Anschaffung und Montage etwas teurer, können dafür aber Gewichte von bis zu 300 kg und mehr transportieren.

Treppenlift © Handicare
Sitzlifte haben eine Tragfähigkeit von ca. 150kg © Handicare

Diese höhere Tragfähigkeit resultiert daraus, dass Plattformlifte für den Transport von Rollstuhlfahrern konzipiert wurden. Sie sind also bereits von Werk aus für höhere Beanspruchungen konstruiert, um neben dem Passagier auch das Gewicht eines (Elektro-)Rollstuhls aufzunehmen. Motor, Antrieb und andere Bauteile sind bei einem Plattformlift stabiler und kräftiger ausgeführt, so dass sich diese Bauform auch für Menschen mit starkem Übergewicht eignet.

Plattformlift mit Sicherung © Shchipkova Elena, fotolia.com
Plattformlift haben eine Tragfähigkeit von bis zu 300kg © Shchipkova Elena, fotolia.com

Die Tragfähigkeit bezieht sich dabei immer auf die Gesamtlast der Plattform. Wer also beispielsweise regelmäßig schwere Einkäufe mit dem Treppenlift transportieren muss, sollte das bei der Auswahl und Dimensionierung berücksichtigen – und besser ausreichende Reserven einplanen, um nicht bei einem Großeinkauf an die Grenzen der Technik zu stoßen.

Treppenlifte sind stets langsam und sicher unterwegs

Wenn ein Treppenlift in einem steilen oder hohen Treppenhaus eingebaut werden soll, kommt beim Blick in die Tiefe oft die Frage auf, ob die Fahrt auch treppabwärts sicher ist oder ob die Plattform nicht plötzlich der Schwerkraft nachgibt und massiv beschleunigt. Diese Sorge ist – zumindest bei in Deutschland vertriebenen und zugelassenen Treppenliften – unbegründet, denn diese Geräte sind technisch auf Funktion und Sicherheit geprüft.

Jeder Treppenlift verfügt über einen Antrieb und Bremsen, die den Lift ebenso sanft nach oben wie nach unten gleiten lassen. Der Lift ist also auch bei einer Fahrt nach unten jederzeit steuer- und kontrollierbar. Zudem sorgen Sicherungssysteme dafür, dass selbst bei einem Ausfall des Antriebs die Plattform nicht einfach nach unten saust, sondern sachte abgebremst wird.

Und auch vor allzu schneller Fahrt muss sich niemand fürchten, denn das durchschnittliche Tempo eines Treppenliftes liegt bei etwa 0,2 Metern pro Sekunde, das entspricht 0,72 km/h.

Hinweis: Ein Spaziergänger ist bei entspanntem Gehen etwa 6 km/h schnell.

Wem selbst dieses moderate Tempo zu schnell sein sollte, kann den Treppenlift auch langsamer einstellen lassen. Allerdings erhöht sich dadurch natürlich auch die Fahrzeit.

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