Badewanne oder ebenerdige Dusche?

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Umbau Badewanne oder doch lieber eine ebenerdige Dusche?

Während sich die Toilette und der Waschtisch vergleichsweise leicht an die Bedürfnisse körperlich eingeschränkter Menschen anpassen lassen, ist es bei der Körperreinigung komplizierter. Herkömmliche Badewannen sind ebenso wie die klassischen Duschwannen nicht barrierefrei und nur mit Aufwand oder gar nicht durch nutzbar. Vor allem Rollstuhlfahrer haben damit große Probleme. Um hier die Möglichkeit zur selbständigen Nutzung zu schaffen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. So kann die Badewanne mit einer Tür ausgestattet werden oder es erfolgt der Austausch der Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche.

Badewanne mit Dusche kombiniert © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
Badewanne mit Dusche kombiniert © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
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Badewannentür nachträglich einbauen

Barrierefreiheit nachgerüstet in der Badewanne © lucky photographer, stock.adobe.com
Barrierefreiheit nachgerüstet in der Badewanne © lucky photographer, stock.adobe.com

Der nachträgliche Einbau einer Badewannentür ist unkompliziert und lässt sich bei nahezu jedem Modell und mit jeder Einbausituation umsetzen. Dazu wird an der vorhandenen Badewanne Maß genommen und anschließend eine individuelle Wannentür angefertigt. Diese Tür wird vom Fachbetrieb in wenigen Stunden eingebaut. Nach der Abtrocknung der Abdichtung für 24 Stunden kann die Badewanne sofort mit den neuen Funktionen genutzt werden. Durch den zusätzlichen Einbau einer Abtrennung kann die Wanne auch als Dusche genutzt werden und bietet so auch im kleinen Bad beide Möglichkeiten der Körperpflege.

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Die ebenerdige Dusche – optisch ansprechend und multifunktional

Vor allem für Rollstuhlfahrer ist die ebenerdige Dusche die perfekte und komfortable Variante. Zwar ist der Aufwand deutlich größer als bei der Wannentür, doch er lohnt sich: Die Dusche kann barrierefrei bei allen körperlichen Einschränkungen genutzt werden, lässt sich einfach reinigen, ist optisch ansprechend und dient in kleinen Bädern gleichzeitig als Bewegungsfläche.

Barrierefreies Badezimmer im Bau © Andreas, stock.adobe.com
Barrierefreies Badezimmer im Bau © Andreas, stock.adobe.com

Damit der Umbau möglich ist, müssen verschiedene bauliche Voraussetzungen erfüllt sein, insbesondere muss der Bodenaufbau eine Mindesthöhe aufweisen, um das erforderliche Gefälle zu verlegen. Weiterhin erforderlich sind ein Wasseranschluss für die Armaturen sowie eine nutzbare Abflussleitung. Ideal ist, wenn sich unterhalb des Badezimmers ein Keller befindet, in dem die Abflussleitungen verlaufen können, andernfalls muss die komplette Installation im Bodenaufbau Platz finden. Die Hersteller bieten für den Abfluss verschiedene Formteile und Konstruktionen wie zum Beispiel Kombibogenabzweige oder Wandabläufe. Letzterer ist besonders dann sinnvoll, wenn die Aufbauhöhe im Fußboden nicht ausreicht.

Theoretisch ist es möglich, die ebenerdige Dusche selbst nachträglich einzubauen. Gerade bei komplizierten baulichen Gegebenheiten ist es jedoch sinnvoll, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, um eine optimale Lösung zu finden und umzusetzen.

Für den Umbau des Badezimmers zur barrierefreien Nutzung gibt es mehrere Möglichkeiten © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Für den Umbau des Badezimmers zur barrierefreien Nutzung gibt es mehrere Möglichkeiten © Ralf Geithe, stock.adobe.com

Aufwand und Umbaukosten in der Gegenüberstellung

Stellt man Aufwand und Kosten der beiden Umbauvarianten gegenüber, steht die Badewannentür eindeutig an erster Stelle: Die Preise bewegen sich zwischen 1.000 und 4.000 Euro, inklusive Montage. Der Einbau erfolgt in wenigen Stunden und es entsteht vergleichsweise wenig Bauschutt. Nach einer Wartezeit von 24 Stunden kann das Badezimmer inklusive der barrierefrei umgebauten Badewanne wieder genutzt werden.

Bei der ebenerdigen Dusche sieht die Kalkulation etwas anders aus. Auch hier beginnt die Preisspanne bei 1.000 Euro, je nach Aufwand kann der Einbau einer ebenerdigen Dusche jedoch auch 5.000 Euro oder mehr kosten. Es kommt dabei darauf an, welche baulichen Voraussetzungen vorhanden sind, vor allem hinsichtlich Bodenaufbau und Geschossdecke und inwieweit die Installationsleitungen verlegt werden müssen. Hinzu kommen Ausbau und Entsorgung der vorhandenen Bade- oder Duschwanne. Häufig muss zusätzlich neu gefliest und entsprechend abgedichtet werden. Bis die neue Dusche eingebaut ist, vergehen mehrere Tage, es entsteht viel Schmutz und Bauschutt.

Für Rollstuhlfahrer ist die ebenerdige Dusche auf jeden Fall die bessere Variante, körperlich eingeschränkte Menschen kommen häufig auch mit einer Badewannentür und entsprechenden Haltegriffen und Einstiegshilfen gut zurecht.

Badewanne Sonderanfertigung mit Tür und Lift © Rony Zmiri, stock.adobe.com
Badewannentür nachträglich einbauen

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